Sandra Fathali

Mezzosopranistin

Flamencotänzerin

Galerie

Oper

Habanera (Bizet, Carmen)
Seguidilla (Bizet, Carmen)
Va! laisse couler mes larmes (Massenet, Werther)

Flamenco

Sevillanas

Flamenco lernen

Mittwochs
20:00 Uhr – 21:30 Uhr

im kleinen Saal der
Dance Academy
Goethering 54
63067 Offenbach
(1.Stock)
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nutze bitte das
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Vita

In der Grundschulzeit war ich oft nachmittags bei meiner besten Freundin zuhause. Und vom einen auf den anderen Tag gab es in ihrem Zimmer ein Klavier. Das war eine tolle Sache; ein wundervolles Gerät!! Also packte mich mit neun Jahren der Wunsch, Klavier spielen zu lernen.

Diese neu entfachte Liebe stieß bei mir zuhause auf wenig Resonanz.

So dauerte es zwei zähe Jahre unermüdlicher Beharrlichkeit meinerseits, bis ich endlich Klavierunterricht nehmen durfte. Von da an verbrachte ich jede freie Minute am Klavier. Unterrichtet erhielt ich von der Konzertpianistin Elisabeth Eiche, einer speziellen und sehr individualistischen Persönlichkeit, die mich nicht nur exzellent im Klavierspiel ausbildete, sondern ebenso in Musikgeschichte und Harmonielehre unterwies. Zehn Jahre hatte ich das Vergnügen, ihr immenses Wissen in mich aufzusaugen und von ihrer großen Erfahrung zu profitieren.

Außerdem gab es bei ihr jedes Jahr einen Vorpielmittag und ein Hauskonzert, bei denen ich vorspielte.

Obwohl ich im Abitur den Leistugskurs Musik hatte und ich fast täglich nachmittags im Dr. Hoch’schen Konservatorium an etlichen Kursen teilnahm, hat mich doch der Unterricht bei Frau Eiche am stärksten gefordert, gefördert und geprägt.

Sie hätte mich gerne als Pianistin gesehen; doch es kam anders.

Mit zwölf Jahren besuchte ich eine Aufführung der Oper Carmen von Bizet und da war es um mich geschehen.

Ich saß mit meiner Mutter in der wunderschönen Inszenierung unter der Regie von Jean-Pierre Ponelle an der Oper Frankfurt und die Mutter meiner Freundin sang die Hauptrolle.

Die wundervolle Musik, die schönen Kostüme (vornehmlich die der Carmen), die leidenschaftliche Geschichte… das wollte ich auch!

Also war jetzt singen lernen angesagt. Allerdings war ich viel zu jung für eine klassische Gesangsausbildung, insbesondere was Operngesang betraf. Man schlug mir also vor, im Kirchenchor zu singen. Das war ja nun gar nicht, was mir vorschwebte!

Daher blieb ich vorerst beim Klavier und saugte die Opernwelt passiv in mich auf. Außerdem hatte ich eine neue Passion entdeckt: Kampfsport, genauer gesagt Kung Fu. So war ich nun einige Abende der Woche mit Training beschäftigt und himmelte Bruce Lee und seine Technik an.

Meinen ersten „richtigen“ Gesangsunterricht bekam ich somit Jahre später von der brasilianischen Sopranistin Marina Martins de Oliveira.

Sie unterrichtete mich basierend auf den Stimmübungen der boccha chiusa und dem sogenannten „ni-ni“ ihrer italienischen Gesangslehrerin aus dem Ensemble der Mailänder Scala (Sänger machen viele komische Sachen; oft auch mit interessanten Geräuschen verbunden…).

Später wechselte ich zur Mutter meiner Freundin, meinem großen Carmen-Idol, der Mezzosopranistin Pari Samar, die an der Wiener Singakademie studiert hatte und Solistin an der Oper Frankfurt war.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt nahm ich auch den ersten Unterricht im Flamencotanz.

Da meine Familie nach wie vor nicht besonders begeistert war von meinen Ambitionen diese „brotlosen Künste“ betreffend, studierte ich nach dem Abitur zunächst Meteorologie, dann Musikwissenschaft und Romanistik. Als Studentin jobbte ich in etlichen Bereichen; vom Security-Service der Messe Frankfurt, über den Bankettservice im 4-Sterne-Hotel bis hin zur Assistenz am zahnärztlichen Behandlungsstuhl.

Als „Brotberuf“ schloß ich eine kaufmännische Lehre als Musikalienhändlerin an; was strukturiert durchdacht war, denn so konnte ich meinen immensen Notenkonsum preiswerter unterhalten. Diese Ausbildung schloß ich mit einer Auszeichnung der IHK Frankfurt (Industrie- und Handelskammer) ab. Bis zur Geburt meines zweiten Kindes arbeitete ich im Musikaliengroßhandel.

Zudem besitze ich eine Personenbeförderungslizenz für Frankfurt am Main (das ist der Taxischein) und bin städtisch geprüfte Gästeführerin für Frankfurt.

Den Gesang betreffend hatte ich mittlerweile zum Lehrer meiner Lehrerin gewechselt. Das war Prof. Karl-Heinz Jarius, der an den Städtischen Bühnen Frankfurt (Oper und Schauspiel) die Berufssänger coachte.

Mein Debut im Musiktheater hatte ich als Erika in Norbert Schultz‘ „Schwarzer Peter“ mit dem „Tourneetheater Frankfurt“. Zwei Spielzeiten tourte ich mit diesem Theater als Erika, sowie Lisi (Jim Knopf) und Sandmännchen und Taumännchen (Humperdinck, Hänsel und Gretel). Ich konzertierte viel und war beteiligt an den unterschiedlichsten Projekten im Musiktheater- und Schauspielbereich der „freien Szene“; darunter unter anderem Faust 1 und 2 in der Paulskirche anläßlich der 1200-Jahre-Feier Frankfurts, die Fledermaus (Johann Strauss) im Schauspiel Frankfurt, Burgfestspiele Bad Vilbel, Soireen im Mendelssohnhaus, Leipzig, Openair-Produktionen der Musica Occulta als Traviata.

Mit der Geburt meines ersten Kindes verschob sich mein Fokus deutlich auf Familie und Haushalt. Ich konzertierte zwar noch – wenn ich es unterbringen konnte -, jedoch viel weniger. Ich besuchte Meisterkurse bei Peter Elkus (New York) und Seminare bei Duncan Lorien (Boston). Dieser Lebensbschnitt war zusätzlich geprägt durch die musikalische Zusammenarbeit mit Alexander Muchin, Otto Honeck und Jonathan Nott (alle zu dieser Zeit an der Oper Frankfurt und am Staatstheater Wiesbaden tätig). Zudem die Teilnahme an Kreativworkshops mittels Bewegung bei Sallee Slagle (Boston).

Ergänzend hatte ich angefangen, Flamencotanz zu unterrichten (an der Stage & Musical School Ffm). Fortbildung und Inspiration habe ich durch die Teilnahme an Workshops bei Maria Serrano, Leonor Leal, Fiona Malena, Leonor Moro, Rosario Toledo und Belén Maya erfahren.

Zur Zeit hole ich mir zusätzlich die ein oder andere Inspiration durch die Auseinandersetzung mit dem Tango argentino.

Neben meiner großen Liebe zur Musik, sowieso zum Tanz, genieße ich auch sehr gerne (besonders romanische) Sprachen. Ich spreche englisch, französisch, spanisch, italienisch und farsi.

Zudem haben auch ganz andere Bereiche auf meinem bisherigen Lebensweg mein Interesse geweckt. So habe ich früher Geburtshoroskope anhand der Ephemeride selbst berechnet und interpretiert; ich habe den 2. Reiki – Grad (japanische Energiearbeit nach Usui Mikao), besitze Grundkenntnisse in CQM (chinesische Quantum – Methode nach Gabriele Eckert) und NLP (NeuroLinguistischesProgrammieren nach Bandler/Grinder), Merkaba-Meditation nach Drunvalo Melchizedek; nach dem Tod meines Vaters habe ich in Slowenien einen Vision Quest (indianisches Initiationsritual) absolviert .

Ich bin zertifizierte Hypnotiseurin (nach Alexander Hartmanns System23 – basierend auf dem Reality-/Hypnotic-Loop nach James Trip).

Das Improvisationstheater hat vor einiger Zeit mein Interesse geweckt und seit ein paar Jahren spiele ich Tennis.

Mein aktuelles Projekt ist die Premiere meines Musiktheaterstückes „Carmen & José“, welche ich 2020 realisieren will.

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